m.schmidt am 19. December, 2006
Ich wurde schon des öfteren gefragt, wie denn eine Platte endgültig zu löschen sei, und darauf gibt es nur eine Antwort: Einschmelzen! Beschäftigen wir uns daher mit fast endgültiger Löschung und der Frage, wie wir die Daten so gut wie möglich vor einer Wiederherstellung schützen.
Der erstbeste Weg, die Daten einfach zu löschen, ist gleichzeitig auch der schlechteste. Denn dabei wird lediglich der Verweis auf die Daten entfernt. Besser ist das Überschreiben der Daten. Unter Unix hilft da der Befehl dd. Jedoch ist auch ein einfaches Überschreiben nicht wirklich sicher, da mit geeigneten Verfahren noch immer kleinste magnetische Auffälligkeiten ausgewertet und zur Datenrekonstruktion verwendet werden können. Besser ist mehrfaches Überschreiben, doch von Hand ist das eher Mühsam. Das Tool wipe leistet hier gute Dienste. Der Vorteil dieses Werkzeuges ist die Möglichkeit, auch einzelne Dateien sicher zu löschen, nicht nur die ganze Platte. Jedoch ist die Sicherheit dieses Verfahrens bei Journalling Dateisystemen (ext3, ReiserFS, NTFS) eher fraglich.
Soll tatsächlich die ganze Platte dran glauben, empfehle ich die Verwendung von dban. Selbiges ist als LiveCD (oder Floppy) verfügbar, und schickt, evtl. gleich automatisch, den gesamten Platteninhalt ins Nirvana. Dazu arbeitet es nach anerkannten Standards wie DOD 5220.22-M oder der Gutmann Methode. Das mag einige Zeit in Anspruch nehmen, doch erfordert es kaum Interaktion, ist sehr Sicher, und auch ohne technisches know-how durchführbar. Also unbedingt empfehlenswert, wenn die eigene Platte verkauft, verschenkt oder sonstwie weitergegeben werden soll. Und zu guter Letzt habe ich endlich wieder eine rote Diskette im Schrank
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Tags: dban, hardware, security, privacy, DOD 5220.22-M, Gutmann method