Das achte Türchen - RFID Firewall
m.schmidt am 8. December, 2006
Viel wurde, landauf landab, schon über RFID Diskutiert, ist es Segen oder Fluch, wie Sicher ist das ganze, was passiert mit unserer Privatsphäre u.s.w. Sicher, der Komfort ist nicht von der Hand zu weisen. Ich kann mich in Gebäuden frei bewegen, Türen die ich passieren darf öffnen sich magisch, ich muss nicht mehr an der Kasse anstehen, und meine Mikrowelle weiß wie das Fertiggericht zuzubereiten ist. Ebenso vielfältig sind die Nachteile. Sollten Geldscheine mit RFID ausgestattet werden, weiß jeder Mensch mit zweifelhafter Gesinnung, ob ich ein lohnendes Opfer bin, mein Tagesablauf, wann ich mich wo aufhalte, ist auch sauber Nachvollziehbar, ebenso wie mein sozialer Status (RFID in Kleidung, auf Kreditkarten u.s.w.) Und schließlich merkt auch der Müllmann sofort, ob die Verpackung des bequemen Fertiggerichtes in der richtigen Tonne gelandet ist.
Nun, jedoch ist keiner dieser Technik schutzlos ausgeliefert. Seien es kleine Faradaysche Käfige, in welche die Chips gesperrt werden, oder deren komplette Zerstörung, doch diese Verfahren ist zweifelhaft, da umständlich und teilweise irreversibel.
Einer der heftigsten, aber auch angesehensten Kritiker dieser Technik ist Andres S. Tanenbaum, und von ihm kommt ein sehr interessanter Ansatz. Der RFID Guardian würde ursprünglich entwickelt, um den Träger von RFID Chips zu informieren, wenn dessen Informationen ausgelesen werden sollen. Inzwischen entwickelt sich der Guardian zu einer Art ‘personal Firewall’ (nie war diese Bezeichnung passender) für RFID, welche dem Benutzer Kontrolle darüber gibt, wer wann welche Informationen erhalten darf.
Ich finde diesen Ansatz durchaus bemerkenswert, schafft er es doch vielleicht den Komfort von RFID zu erhalten, und die Gefahren/Missbrauchsmöglichkeiten einzudämmen. Für weitere Informationen sei die Homepage des Projektes empfohlen.












