m.schmidt am 3. November, 2006
Jeder kennt Bruteforce Attacken. Man nimmt sich ein entsprechendes Tool, welches systematisch die abstrusesten Zeichenkombinationen durchprobiert, um sich irgendwo Einlass zu verschaffen. Bei gängigen 128 bit langen Schlüsseln kann das schon mal das ein oder andere Jahr(zehnt) dauern, je nach Soft- und Hardwareausstattung. Findige Köpfe kamen danach schnell darauf, das Anwender (entgegen allen Warnungen) immer wieder leicht zu merkende Passwörter verwenden (Namen zum Beispiel, oder alles was irgendwie in Wörterbüchern steht). Es erschien daher logisch, nicht wild alle erdenklichen Kombinationen durchzutesten, sondern nur bestimmte Kombinationen, welche in Wortlisten auftauchten, beispielsweise in einem simplen deutschen Wörterbuch. Unter Umständen spart dieses Vorgehen viel Zeit.
Das kleine Script Wyd führt diesen Schritt nun weiter. Es verwendet vorhandene Informationen zum erstellen einer personalisierten Wordlist. Seien es öffentliche Dokumente, die Tags der mp3 Sammlung oder andere Informationen, das Script trägt alles zusammen und versucht mittels geschickter Algorithmen, brauchbares von unbrauchbarem zu trennen, und so eine kleine Wortliste zu erhalten, die durch ihre Personalisierung jedoch enorm mächtig sein dürfte. (WENN der Benutzer einen Namen verwendet stehen die Chancen gut das dieser in seinem persönlichen Addressbuch zu finden ist.)
Bisher unterstützt Wyd folgende Formate:
- plain
- html
- doc
- ppt
- mp3
- pdf
Abschließend daher wieder der gebetsmühlenartige Aufruf, “starke” Passwörter zu verwenden, idealerweise solche von Generatoren, und diese nirgendwo im Klartext zu notieren. Es gibt etliche Tools, welche die Passwörter in einer verschlüsselten Datei zusammentragen, die durch ein Masterpasswort geschützt ist. Beispielsweise KeePass (für Linux und Windows).
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